Tipps für Mädchen, deren Eltern in Trennung oder Scheidung leben


1. Gib dir nicht die Schuld!

Dass deine Eltern sich getrennt haben, ist für dich bestimmt ganz traurig. Vielleicht hast du manchmal auch etwas von der schlechten Stimmung mitbekommen oder oft Ärger bekommen.
Die Trennung ist aber allein ihre Entscheidung gewesen. Dafür kann es viele Gründe geben. Meistens trennen Eltern sich, weil sie sich nicht mehr so gut verstehen und sich nicht mehr so lieb haben wie früher. Vielleicht haben sie auch eine neue Partnerin oder einen neuen Partner kennengelernt und sich dafür entschieden mit dieser oder diesem lieber zusammen sein zu wollen.
Du aber bist niemals der Grund für eine Trennung oder Scheidung! Dieser Entschluss liegt allein bei deinen Eltern!

2. Rede mit beiden Elternteilen offen über deine Gefühle!

Die Trennung oder Scheidung deiner Eltern kann
verschiedenste Gefühle bei dir auslösen. Als Rede offen über deine Gefühleerstes fühlst du bestimmt eine große Trauer über deine neue Situation. Während du dir über die Gründe Gedanken machst, kann auch eine große Wut auf einen deiner beiden Elternteile oder sogar auf beide folgen. Und vielleicht hast du auch Angst, dass du nun den Elternteil, bei dem du nicht wohnst, verlieren könntest.
Für deine Eltern ist die Situation aber auch neu und sie wissen möglicherweise nicht, wie sie damit umgehen sollen. Deswegen ist es wichtig, dass du mit ihnen auch über deine Gefühle, Wünsche und Bedürfnisse redest. Nur so können deine Eltern zusammen mit dir eine optimale Lösung finden.

3. Rede mit deinen Eltern über Besuchszeiten

Wenn Eltern sich trennen, geschieht diese Trennung normalerweise auch räumlich. Entweder zieht ein Elternteil aus der gemeinsamen Wohnung/ dem gemeinsamen Haus aus oder beide Elternteile ziehen um. Es kommt vor, dass beide Elternteile in der gleichen Umgebung bleiben oder aber auch, dass ein Elternteil weiter weg zieht. In eine andere Stadt, ein anderes Bundesland oder sogar ins Ausland.
Du möchtest aber bestimmt den Kontakt nicht verlieren. Sprich also offen mit deinen Eltern über Besuchszeiten. Dabei dürft ihr aber auch nicht aus den Augen verlieren, dass du gar nicht unbedingt immer Zeit für Besuche hast. Manchmal gibt es Veranstaltungen von der Schule, dem Sportverein oder Geburtstagspartys von Freunden. Du solltest also immer die Möglichkeit behalten deine Besuche auch mal zu verschieben.
Falls du mal traurig sein solltest, dass du deine Freunde und Freundinnen während dieser Besuche nicht sehen kannst, dann frag doch einfach mal deine Eltern, ob du zu den Besuchszeiten jemand mitbringen darfst.

4. Rede auch mit anderen Personen, die dir nahe stehen, über deine neue Situation

In der Phase der Trennung oder Scheidung kann es bei deinen Eltern oft hektisch zugehen und sieRede mit deinen Freunden haben vielleicht auch mal keine Zeit mit dir zu reden. Vielleicht bist aber auch du diejenige, die gar nicht mit deinen Eltern reden möchte. Dann empfiehlt es sich über deinen Frust, Kummer und deine Sorgen mit deinen Freundinnen, Großeltern, Paten oder sonstigen Personen, die dir nahe stehen, zu sprechen.
Wenn du Geschwister hast, können diese dir bestimmt auch gute Gesprächspartner sein, da sie sich in der gleichen Situation befinden wie du. So könnt ihr euch gemeinsam über eure Erfahrungen, Sorgen und Ängste austauschen und euch eine Stütze sein.
Es kann aber auch sein, dass du dich zuerst mit jemand unterhalten möchtest, der sich beruflich mit diesem Thema schon öfter auseinandergesetzt hat und Erfahrungen damit hat. Dann kann auch eine Beratungsstelle sinnvoll sein. Schau doch mal bei „Claras Hilfen“ in der Rubrik „Trennung und Scheidung“ nach, ob es in deiner Umgebung eine Einrichtung gibt, die dir weiterhelfen kann.

5. Sei ruhig traurig!

Wenn deine Eltern sich getrennt haben oder sich scheiden lassen, ist das wahrscheinlich eine Sei ruhig traurigschlimme Situation für dich. Das darfst du auch ruhig zeigen! Versuch nicht die Heldin zu spielen, um so deiner Mutter oder deinem Vater zu zeigen, dass du ein tapferes und starkes Mädchen bist, sondern lass deinen Gefühlen freien Lauf. Du kannst weinen, schreien, toben, fluchen: Alles, was keinem/keiner anderen schadet, ist erlaubt!

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