Welche Arten von Ess-Störungen gibt es?

Man kann im Wesentlichen zwischen drei verschiedenen Arten von Ess-Störung unterscheiden: und zwar zwischen der Magersucht, der Ess-Brech-Sucht und der Ess-Sucht. Alle drei Arten sind kein Kinderspiel, sondern ernstzunehmende Krankheiten, die sehr gesundheitsgefährdend sind und mit denen nicht zu Spaßen ist!

 

Magersucht

Die Magersucht wird in der Fachsprache auch als Anorexia bezeichnet und ist eine der bekanntesten Essstörungen. Schätzungsweise sind in Deutschland etwa 100.000 Menschen davon betroffen. Davon sind die meisten leider junge Mädchen. Mädchen, die darunter leiden, versuchen ständig abzunehmen. Und zwar auch dann, wenn sie schon viel zu dünn sind. Oft beginnt solch eine Krankheit mit einer harmlosen Diät, doch nach und nach entwickelt sich ein regelrechter Zwang, immer mehr und mehr abzunehmen. Irgendwann haben sie dann richtig Angst davor, auch nur ein einziges Gramm zu zunehmen. Das führt erstens dazu, dass man sich ständig wiegt, um sicher zu gehen, dass man ja nicht zugenommen hat und zweitens, dass man immer kleiner werdende Mahlzeiten zu sich nimmt. Bis man letztendlich ganz die Nahrungsaufnahme verweigert. Solche Mädchen haben ein völlig verzerrtes Selbstbild, denn sie sehen sich selbst dicker als sie in Wirklichkeit sind. Das führt dazu, dass sie immer mehr und mehr abnehmen wollen. Selbst dann, wenn sie schon viel zu dünn sind.

 

Ess-Brech-Sucht

Eine weitere Art von Ess-Störung ist die Ess-Brech-Sucht, die auch unter dem Namen Bulimie bekannt ist. Menschen die davon betroffen sind leiden unter schrecklichen Heißhungerattacken, in denen sie unzählige Mengen von Nahrung zu sich nehmen. Man kann eigentlich sagen, dass sie versuchen in dem einen Moment so viel in sich hineinzustopfen, wie es nur möglich ist. Um dadurch dann nicht zuzunehmen, übergeben sie sich aber sofort nach dem Essen. Die meisten Betroffenen haben so etwa zwei, drei mal die Woche solch einen Anfall. Einige haben das allerdings auch täglich. Zwischen den einzelnen Phasen solcher Essanfälle führen die meisten Erkrankte eine strenge Diät. Und zwar so lange, bis sie wieder von einem starken Drang nach Essen überrollt werden.

 

Ess-Sucht

Die Ess-Sucht wird in der Fachsprache auch als „Binge Eating Disorder“ (kurz BED) bezeichnet und steht im Gegensatz zu den Übrigen, hier vorgestellten Essstörungen. Das englische Wort „Binge“ bedeutet „schlingen“. Menschen die davon betroffen sind, haben ständig Hungerattacken, bei denen sie innerhalb kürzester Zeit so viel Nahrung wie nur möglich zu sich nehmen. So wie der Name schon sagt, sind solche Menschen regelrecht süchtig nach Essen. Nach und nach verlieren sie das Gefühl für Hunger und Sättigung und essen nicht mehr um den Hunger zu stillen, sondern um die Sucht nach Nahrung zu stillen. Die Folge davon ist, dass man immer mehr isst und dadurch starkes Übergewicht hat.

 

Clara: Schaut mal hier